Mitgliederversammlung des Fördervereins

"Ich war 30 Jahre am Gymnasium, wer schafft das schon?" Mit diesen Worten verabschiedet sich der langjährige Vorsitzende des Fördervereins des Gymnasiums Dingolfing, MdL a. D. Udo Egleder aus der Vorstandschaft. Bei der Mitgliederversammlung am 04.12.18 am Gymnasium Dingolfing lässt er die zurückliegenden 21 Jahre, in denen er den Verein geleitet hat, Revue passieren. Zudem kommt er aber auch seiner Verpflichtung nach, die anwesenden Mitglieder über die Aktivitäten des vergangenen Jahres zu informieren, bevor der Schatzmeister  Valentin Baumgartner Rechenschaft über die gemachten Ausgaben ablegt. Bei den sich anschließenden Neuwahlen des Vorstands werden neben einem neuen Vorsitzenden auch für die scheidenden Mitglieder Heike Schulz und Özgür-Evren Ergün Nachfolger gewählt.  Maria Höschl folgt Udo Egleder im Amt nach, Barbara Dornisch übernimmt künftig die Schriftführung und Valentin Baumgartner bleibt weiterhin  Kassier des Vereins. Beisitzer sind in Zukunft Jutta Grabmeier, Hans Fischer und Elisabeth Ringlstetter. Nach der Ehrung verdienter Mitglieder durch die neue Vorsitzende Maria Höschl berichtet der Schulleiter OStD Helmut Ettengurber über die aktuelle Situation am Gymnasium Dingolfing. Zusammen mit seiner Stellvertreterin StDin Elisabeth Rembeck bedankt er sich ausdrücklich für die gute Zusammenarbeit und die großzügige Unterstützung der Schule durch den Förderverein.

Seminar „Mauer, Zaun & Stacheldraht“

 

„Die Mauer muss weg!“, so lauteten die Worte, die Sabine Popp 1978 an die Grenze sprühte und dafür von der DDR zu fünf Jahren Haft verurteilt wurde. Sie war eine der beiden Zeitzeugen, die im Rahmen des Seminars „Mauer, Zaun & Stacheldraht“ des Deutsch-Deutschen Museums ihre Geschichte erzählten.

Am Morgen des 26.11.2018 machten sich 15 SchülerInnen mit Frau Beer und Herrn Kölnsperger aus Dingolfing auf den Weg nach Mödlareuth an der bayerisch-thüringischen Grenze, um sich dort näher in Zusammenarbeit mit 15 SchülerInnen aus Greiz in Thüringen mit dem Thema „Deutsch - deutsche Teilung“ auseinanderzusetzen. Zu Beginn wurde ihnen diese Thematik am Beispiel des „geteilten Dorfes“ nähergebracht. Dazu machte die Gruppe eine kleine Wanderung durch die Ortschaft, um noch erhaltene Teile der Mauer und deren Sicherheitssystem, das nach jeder erfolgreichen Flucht verbessert wurde, zu betrachten. Der Höhepunkt an diesem Tag war jedoch ohne Frage das Gespräch mit dem Zeitzeugen Dieter Gäbelein, der von seiner gelungenen Flucht und deren Folgen erzählte. Durch seine lebendige Darstellung schaffte es Herr Gäbelein, den Jugendlichen die damalige Lage, die heute nur schwer nachvollziehbar scheint, nahezubringen. Sehr informativ war für die SchülerInnen am nächsten Tag vor allem aber auch das Auswerten und die Präsentation von Fluchtakten, sowohl erfolgreiche wie auch gescheiterte Versuche. Dies gestaltete sich als sehr arbeitsaufwendig, obwohl jede Akte, die ursprünglich aus mehreren Ordnern bestand, für die SchülerInnen bereits auf einen Ordner gekürzt wurde. Den Nachmittag verbrachten die TeilnehmerInnen auf einer Grenzexkursion zu markanten Orten, wie zum Beispiel verschiedenen Fluchtstellen, die zum Teil schon aus den Fluchtakten des Vormittags bekannt waren und so vor Ort nochmals besichtigt werden konnten. Den Abschluss dieses Seminars bildeten ein Vortrag über die Strukturen und Methoden der Überwachung in der SED-Diktatur, sowie das Gespräch mit der 2. Zeitzeugin Sabine Popp. Besonders durch die berührende Schilderung ihrer „3 Leben“ - im Osten, der Frauenanstalt Hoheneck und letztendlich dem Westen - hinterließ sie einen bleibenden Eindruck und gab allen Anwesenden dadurch viel zum Nachdenken mit auf den Weg. Am frühen Mittwochnachmittag machte sich die Gruppe schließlich wieder mit einer Menge eindrucksvoller Erinnerungen und neu hinzugewonnenem Wissen und Freunden auf den Heimweg nach Thüringen und Niederbayern.

Märchenhafter Wintereinstieg mit der „Schneekönigin“ – 5.-Klässler auf Theaterfahrt in Regensburg

„Lustig, cool, spannend – aber auch romantisch und schön anzuschauen“, so äußerten sich die Schülerinnen und Schüler der 5. Klassen begeistert nach dem Theaterbesuch im Velodrom in Regensburg. Passend zur Jahreszeit und den bevorstehenden Weihnachtsferien hatte die Fachschaft Deutsch die Theaterfahrt zur Inszenierung der „Schneekönigin“ von Hans Christian Andersen in der Bearbeitung von Robin Telfer für die Jahrgangsstufe 5 organisiert. Die schwungvolle und pfiffige Inszenierung des Märchens bot eine Vielzahl technischer Raffinessen und überraschender Effekte. Erzählt wird die Geschichte der Freundschaft von Gerda und Kai, die durch böse Kräfte auf eine harte Probe gestellt wird. Kai wird von der Schneekönigin entführt und ist ihr durch einen Zauber hörig. Gerda jedoch begibt sich auf eine abenteuerliche Reise und lässt sich weder durch furchteinflößende Räuber noch durch andere Hindernisse von der Suche nach dem Freund abbringen. Durch ihre unerschütterliche Zuneigung und Herzenswärme gelingt es ihr am Ende, den eisigen Palast der Schneekönigin zum Einsturz zu bringen, den Zauber zu brechen und Kai zu retten. Freundschaft und Loyalität erweisen sich als stärker als Eigennutz und Ich-Bezogenheit. Der tosende Applaus, mit dem die jungen Besucher die Leistung der Schauspieler bedachten, belegte, dass diese durchaus weihnachtliche Botschaft bei den Kindern gut angekommen war.

Für die Fachschaft Deutsch:
Alexandra Daffner, Elisabeth Rembeck, Elisabeth Ringlstetter, Manuela Wagner, Johanna Zuchs

Sieg im Kreisfinale - Volleyball-Mädchen des Gymnasiums gewinnen gegen Realschule Niederviehbach

25:6, 25:14 und 25:17 lauteten die einzelnen Satzergebnisse beim Kreisfinale im Volleyball der Mädchen III (Jahrgänge 2004-2007) am vergangenen Dienstag (4.Dezember): Mit 3:0 gewann das Gymnasium den Kreisentscheid im Schulwettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“ über die Realschule Niederviehbach in eigener Halle. Dimitrij Dell, von der Sparkasse Niederbayern-Mitte, dem Partner des Schulwettbewerbes, überreichte die Meistershirts an folgende Schülerinnen: Lena Becker, Sofi Brozmann, Minh-Thy Dang, Patricia Dillmann, Anna Hötschl, Eriola Pllona, Letizia Sigl und Vanessa Weber. Betreut wurde die Mannschaft von OStRin Andrea Kottmeier, die nun mit der Mannschaft in wenigen Wochen den Regionalentscheid zu bestreiten hat.

„Von Rittersleuten und Burgfräulein …“ – Eintauchen ins Mittelalter auf der Burg Trausnitz

Einen erlebnisreichen Tag verbrachten die Schülerinnen und Schüler der Klassen 7b und 7c auf der Burg Trausnitz in Landshut. Thematisch eingebettet in ein fächerübergreifendes Projekt zur Auseinandersetzung mit der Geschichte und Literatur des Mittelalters stand eine Führung zum „Leben auf einer mittelalterlichen Burg“ im Mittelpunkt des Ausflugs. Als mittelalterliche Magd verkleidet begrüßte die Gästeführerin Maria Metz die Gruppe im Burghof und entführte die jungen Besucher auf eine Zeitreise zurück ins mittelalterliche Burgleben und in die Zeit der Wittelsbacher Herzöge. Nicht zuletzt die Darbietungen anlässlich der Landshuter Hochzeit hatten die Neugier geweckt, mehr über die Hochzeit der polnischen Königstochter Hedwig mit dem Landshuter Herzogssohn Georg und das Leben im späten Mittelalter zu erfahren. So wurden Räumlichkeiten in der Burg sowie die Folterkammer, der Weinkeller und das Areal im und um den Burghof erkundet. Dabei wurden auf sehr lebendige und anschauliche Art und Weise historische Hintergründe vermittelt, die immer wieder gespickt waren von Hinweisen zur sprachgeschichtlichen Entwicklung vieler Redewendungen, die auf das Mittelalter zurückgehen. Alle Beteiligten waren sich darin einig, dass man durch die Begegnung mit den mittelalterlichen Helden aus Landshut auch den Rittergestalten aus den Mythen um König Artus oder Parzival nähergekommen war, die Gegenstand des Deutsch- bzw. Englischunterrichts gewesen waren. In jedem Fall bildete der gemeinsame Ausflug einen reizvollen Baustein zur Veranschaulichung der theoretischen Inhalte des Mittelalterprojekts.

Doris Mitterer, Elisabeth Rembeck, Hans-Jürgen Weber